Die Nebenkosten entscheiden über die Finanzierbarkeit
Beim Immobilienkauf liegt der häufigste Rechenfehler nicht im Kaufpreis, sondern daneben: Grunderwerbsteuer je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent, Notar und Grundbuch rund zwei, dazu gegebenenfalls die Maklerprovision. In der Summe sind das je nach Land etwa neun bis knapp sechzehn Prozent — und dieser Betrag muss aus Eigenkapital kommen, weil Banken ihn in der Regel nicht mitfinanzieren. Wer ihn übersieht, plant eine Finanzierung, die es nicht gibt.
Laufende Kosten realistisch ansetzen
Bei Verbrauch und Rendite wiederholt sich das Muster. Wer die Mietrendite überschlägt, unterschätzt regelmäßig die Posten, die nicht auf der Kaufpreisliste stehen: Instandhaltungsrücklage, Verwaltung, Mietausfall, Neuvermietungskosten. Die Werkzeuge hier weisen sie einzeln aus, statt sie in einer Endzahl verschwinden zu lassen.
Verbrauch misst man, man schätzt ihn nicht
Strom- und Gasrechner sind nur so gut wie ihre Ausgangswerte. Deshalb wird hier nach dem abgelesenen Jahresverbrauch gefragt und nicht nach der Wohnfläche: Zwei gleich große Wohnungen im selben Haus unterscheiden sich im Heizbedarf um ein Vielfaches, je nach Lage, Dämmung und Gewohnheiten.