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EXIF-Daten anzeigen und entfernen

Jedes Handyfoto trägt Kameramodell, Aufnahmezeit auf die Sekunde — und meistens die GPS-Koordinaten des Aufnahmeorts. Bei Fotos aus der eigenen Wohnung ist das die Wohnadresse. Hier siehst du, was drinsteckt, und wirst es verlustfrei los.

JPEG-Dateien hierher ziehen oder auswählen

JPEG · höchstens 20 Dateien, je 50 MB

Was entfernt werden soll
Verwendete Rechengrößen anzeigen
EXIF und XMP
APP1 (0xFFE1)
Farbprofil
APP2 (0xFFE2)
IPTC und Photoshop
APP13 (0xFFED)
Kommentar
COM (0xFFFE)
Immer erhalten
APP0 (JFIF), Bilddaten
Höchstzahl Dateien
20
Höchstgröße je Datei
50 MB

Grundlage: JPEG-Dateistruktur nach ISO/IEC 10918 und JFIF, EXIF nach CIPA DC-008. Die Bilddaten ab dem Start-of-Scan-Marker bleiben Byte für Byte unverändert — es findet keine Neukodierung statt.

Metadaten entfernt

· Bilddaten unverändert

    Hinweise

    Noch keine Datei geladen. Die Auswertung läuft vollständig auf diesem Gerät — die Bilder werden nicht hochgeladen.

    Datenschutz: Alle Eingaben werden lokal in deinem Browser verarbeitet und nicht gespeichert oder übertragen.

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    Wie funktioniert dieses Tool?

    1. Datei wählen. Die Metadaten erscheinen sofort — noch bevor irgendetwas entfernt wird.
    2. GPS-Warnung beachten. Sie erscheint nur, wenn tatsächlich Koordinaten enthalten sind.
    3. Auswählen, was weg soll. Das Farbprofil bleibt standardmäßig erhalten, weil sein Entfernen die Farben verändert.
    4. Bereinigte Datei laden. Sie ist Byte für Byte dasselbe Bild, nur ohne die Metadatenblöcke.

    Expertenwissen: Was in einem Foto steckt

    Der Aufbau einer JPEG-Datei

    FFD8          Start of Image
    FFE0 + Länge APP0 — JFIF, bleibt
    FFE1 + Länge APP1 — EXIF oder XMP ← wird entfernt
    FFE2 + Länge APP2 — Farbprofil, bleibt
    FFED + Länge APP13 — IPTC ← wird entfernt
    FFFE + Länge COM — Kommentar ← wird entfernt
    FFDA          Start of Scan — ab hier Bilddaten

    Eine JPEG-Datei besteht aus Segmenten, die jeweils mit einem Marker beginnen und ihre Länge selbst angeben. Die eigentlichen Bilddaten stehen erst hinter dem Start-of-Scan-Marker. Metadaten zu entfernen heißt deshalb: bestimmte Segmente auslassen und den Rest unverändert kopieren. Kein Dekodieren, kein Kodieren, kein Qualitätsverlust.

    GPS: der Grund, warum das Thema kein Nerdthema ist

    Smartphones speichern den Aufnahmeort standardmäßig mit, sofern der Kamera-App der Standortzugriff erlaubt wurde. Die Koordinaten stehen als Grad, Minuten und Sekunden in der Datei und sind typischerweise auf wenige Meter genau — genau genug, um ein Haus zu identifizieren, nicht nur eine Straße.

    Die riskanten Fälle sind alltäglich: Das Foto des Fahrrads, das in der Kleinanzeige verkauft werden soll, ist im Hof aufgenommen. Das Bild der Katze steht im Wohnzimmer. Das Vereinsfoto liegt auf einer Website ohne Bildbearbeitung dahinter. In allen drei Fällen genügt ein Rechtsklick, ein Download und ein kostenloser Betrachter, um die Adresse zu erhalten.

    Hinzu kommt die Zeitangabe. EXIF speichert Datum und Uhrzeit auf die Sekunde. In Verbindung mit dem Ort ergibt das ein Bewegungsprofil, sobald mehrere Fotos derselben Person vorliegen — und Fotoreihen liegen bei Verkaufsanzeigen und in sozialen Netzwerken regelmäßig vor.

    Was sonst noch drinsteht

    Die Drehung — der Haken beim Entfernen

    Smartphones speichern Fotos meist quer und vermerken die Drehung nur als EXIF-Angabe. Betrachter lesen dieses Feld und drehen beim Anzeigen. Wird EXIF entfernt, fehlt die Angabe — und das Bild erscheint gekippt.

    Dieses Werkzeug warnt, wenn eine Drehungsangabe vorhanden ist. Wer beides braucht, richtige Drehung und keine Metadaten, kommt um eine Neukodierung nicht herum: Der Bild-Komprimierer rechnet die Drehung fest in die Pixel ein und verliert die Metadaten dabei ohnehin — um den Preis eines Qualitätsverlusts.

    Warum das Farbprofil bleiben sollte

    Der APP2-Block enthält das ICC-Farbprofil. Es beschreibt, wie die Zahlenwerte der Pixel in tatsächliche Farben zu übersetzen sind. Fehlt es, nehmen Betrachter sRGB an — bei einem Bild in Display P3 oder Adobe RGB wirken die Farben dann matter oder verschoben. Es enthält keine personenbezogenen Daten und ist deshalb standardmäßig vom Entfernen ausgenommen. Nur wer Dateigröße sparen will und mit möglichen Farbabweichungen leben kann, schaltet es dazu.

    Drei Praxisfälle

    Fall 1 – Kleinanzeige. Vier Fotos des Fahrrads, alle im eigenen Hof aufgenommen. Ohne Bereinigung steht die Adresse in jeder einzelnen Datei. Die Plattform entfernt Metadaten nicht zuverlässig — hier lohnt der Blick vor dem Hochladen.

    Fall 2 – Bewerbungsfoto. Es trägt Aufnahmedatum und Kameramodell. Beides ist harmlos, verrät aber, dass das Bild sechs Jahre alt ist. Ein sauberer Anhang enthält nur das Bild.

    Fall 3 – Fotos für die Vereinswebsite. Hier zählt der Massenfall: Zwanzig Bilder auf einmal prüfen, GPS-Warnung abwarten, bereinigen. Da nichts hochgeladen wird, ist das auch bei Fotos mit erkennbaren Personen unbedenklich.

    Typische Fehler

    Häufige Fragen

    Welche Daten stecken in einem Foto?

    Kameramodell und Hersteller, Objektiv, Aufnahmedatum mit Uhrzeit auf die Sekunde genau, Belichtungszeit, Blende, ISO-Wert und Brennweite. Smartphones speichern zusätzlich fast immer die GPS-Koordinaten des Aufnahmeorts, oft auf wenige Meter genau, teilweise auch die Höhe und die Blickrichtung. Manche Kameras tragen außerdem eine Seriennummer sowie den in den Einstellungen hinterlegten Namen des Eigentümers ein.

    Warum sind GPS-Daten in Fotos ein Risiko?

    Weil sie den Aufnahmeort verraten, und der ist bei privaten Fotos häufig die eigene Wohnung. Wer ein Foto vom Balkon, aus dem Wohnzimmer oder vom Haustier auf dem Sofa veröffentlicht, gibt damit unter Umständen die Wohnadresse preis – auf wenige Meter genau und für jeden auslesbar, der die Datei herunterlädt. Besonders heikel ist das bei Verkaufsanzeigen, bei Fotos von Kindern und bei allem, was mit Ortsangaben nicht in Verbindung gebracht werden soll.

    Entfernen soziale Netzwerke die EXIF-Daten nicht ohnehin?

    Die großen Plattformen entfernen sie beim Hochladen meist, weil sie die Bilder ohnehin neu kodieren. Verlassen sollte man sich darauf nicht: Kleinanzeigenportale, Foren, Vereinsseiten, Cloudspeicher-Freigaben und der Versand per Messenger oder E-Mail lassen die Daten regelmäßig unverändert. Außerdem hat die Plattform die Koordinaten dann trotzdem erhalten, auch wenn sie sie nicht weitergibt. Wer sicher gehen will, entfernt sie vor dem Hochladen.

    Verliert das Bild durch das Entfernen an Qualität?

    Nein. Dieses Werkzeug schneidet nur die Metadatenblöcke aus der Datei heraus und lässt die komprimierten Bilddaten unverändert. Es findet keine erneute Kodierung statt, es entstehen also keine zusätzlichen Artefakte. Anders arbeiten Werkzeuge, die das Bild in ein Canvas zeichnen und neu speichern: Dort verschwinden die Metadaten zwar auch, aber um den Preis eines Qualitätsverlusts.

    Warum liegt mein Bild nach dem Entfernen auf der Seite?

    Weil in den EXIF-Daten auch die Drehung steckt. Smartphones speichern das Bild oft quer und vermerken nur als Metadatum, wie es gedreht anzuzeigen ist. Wird dieses Metadatum entfernt, zeigen Betrachter das Bild ungedreht. Dieses Werkzeug warnt, wenn eine Drehungsangabe vorhanden ist. In dem Fall führt der Weg über eine Neukodierung mit fest eingerechneter Drehung, wie sie der Bild-Komprimierer vornimmt.

    Weitere nützliche Tools