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Tagerechner

Wie viele Tage zwischen zwei Daten liegen — und welches Datum in 90 Tagen erreicht ist. Mit der Entscheidung, die den Unterschied macht: Zählt der erste Tag mit oder nicht?

Zeitraum zwischen zwei Daten

Zählweise

Datum verschieben

Verwendete Rechengrößen anzeigen
Schaltjahr
durch 4, nicht durch 100, außer durch 400
Tage je Jahr
365 oder 366
Monatsende beim Verschieben
§ 188 Abs. 3 BGB
Exklusive Zählung
bis − von
Inklusive Zählung
bis − von + 1
Gerechnet wird in
UTC, ohne Sommerzeit

Die Berechnung läuft in UTC, damit die Umstellung auf Sommerzeit keine halben Tage erzeugt. Die Fristverschiebung auf den nächsten Werktag nach § 193 BGB ist bewusst nicht enthalten — sie hängt von Feiertagen und damit vom Bundesland ab.

Tage im Zeitraum

·

Kalendarisch
Volle Monate
Schalttage im Zeitraum
Wochentage

Verschobenes Datum

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Hinweis: Für rechtlich verbindliche Fristen ist dieser Rechner nur ein Anhaltspunkt. Die Verschiebung des Fristendes auf den nächsten Werktag nach § 193 BGB hängt von den Feiertagen des jeweiligen Bundeslands ab und ist hier nicht enthalten.

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Wie funktioniert dieses Tool?

  1. Zeitraum eingeben. Start- und Enddatum, in beliebiger Reihenfolge.
  2. Zählweise wählen. Exklusiv für Abstände und Fristen, inklusiv für Aufenthalte und Mietdauern.
  3. Kalendarische Angabe lesen. Jahre, Monate und Tage werden am Kalender bestimmt, nicht über Durchschnittslängen.
  4. Datum verschieben. Unten lässt sich ein Datum um Tage, Wochen, Monate oder Jahre vor- oder zurückschieben.

Expertenwissen: Wo Tagesberechnungen schiefgehen

Der Ein-Tages-Fehler

exklusiv = bis − von      01.01. bis 03.01. = 2
inklusiv = bis − von + 1  01.01. bis 03.01. = 3

Beide Zahlen sind richtig — sie beantworten verschiedene Fragen. Wie weit ist es bis dahin? ist exklusiv. Wie lange dauert das? ist inklusiv. Ein Hotelaufenthalt vom 1. bis 3. Januar umfasst drei Tage, aber nur zwei Nächte; eine Zahlungsfrist von zwei Tagen ab dem 1. Januar endet am 3. Januar.

Der Fehler ist so verbreitet, dass er einen eigenen Namen hat: off-by-one. In Verträgen und Ausschreibungen lohnt es sich deshalb, statt „zehn Tage" das konkrete Enddatum zu schreiben.

Warum Monate keine feste Länge haben

Eine Angabe wie „drei Monate" lässt sich nicht in eine feste Zahl von Tagen übersetzen. Vom 1. Januar bis zum 1. April sind es 90 Tage, vom 1. Juni bis zum 1. September 92. Der Durchschnitt liegt bei 30,44 Tagen, aber kein einziger Monat ist so lang.

Deshalb wird die kalendarische Angabe hier schrittweise bestimmt: erst volle Jahre, dann volle Monate, der Rest bleibt als Tage stehen. Aus dem 15. März 1990 bis zum 20. August 2026 werden so 36 Jahre, 5 Monate und 5 Tage — eine Angabe, die sich am Kalender nachvollziehen lässt und nicht von einer gemittelten Monatslänge abhängt.

Der 31. plus ein Monat

Was ist der 31. Januar plus ein Monat? Einen 31. Februar gibt es nicht. Die im deutschen Recht maßgebliche Antwort steht in § 188 Abs. 3 BGB: Fehlt im letzten Monat der entsprechende Tag, endet die Frist mit dem letzten Tag dieses Monats. Der 31. Januar plus ein Monat ist also der 28. Februar, im Schaltjahr der 29.

Diese Regel ist nicht umkehrbar. Der 28. Februar minus ein Monat ergibt den 28. Januar, nicht den 31. Wer zwei Verschiebungen hintereinander ausführt, landet deshalb nicht zwangsläufig wieder am Ausgangspunkt: 31. Januar plus ein Monat minus ein Monat ergibt den 28. Januar. In Softwarelogik für Abonnements und Ratenpläne ist genau das die Stelle, an der Zahlungstermine über die Monate nach vorn wandern.

Schaltjahre, und warum 1900 keines war

Die Erde braucht rund 365,2422 Tage für einen Umlauf. Der julianische Kalender glich das mit einem Schalttag alle vier Jahre aus und lief dadurch um gut elf Minuten pro Jahr vor — nach 1.500 Jahren waren es zehn Tage. Die gregorianische Reform von 1582 korrigierte das mit einer Zusatzregel: Volle Jahrhunderte sind nur dann Schaltjahre, wenn sie durch 400 teilbar sind.

1900 war deshalb kein Schaltjahr, 2000 dagegen schon. Das ist mehr als eine Fußnote: Ein bekannter Fehler in verbreiteter Tabellenkalkulationssoftware behandelt den 29. Februar 1900 als existierend, um mit einem noch älteren Programm kompatibel zu bleiben. Alle Datumsdifferenzen vor dem 1. März 1900 sind dort um einen Tag verschoben.

Sommerzeit und die halben Tage

Eine naive Berechnung über Zeitstempel — Differenz in Millisekunden geteilt durch 86.400.000 — liefert an den Umstellungswochenenden krumme Werte: Der Tag der Umstellung hat 23 oder 25 Stunden. Wer das Ergebnis dann abrundet, verliert je nach Richtung einen Tag. Dieser Rechner arbeitet deshalb durchgängig in UTC, wo alle Tage 24 Stunden haben.

Drei Praxisfälle

Fall 1 – Zahlungsziel 30 Tage. Rechnung vom 15. März, Zahlungsziel 30 Tage: Der Tag des Ereignisses zählt nicht mit, die Frist endet am 14. April. Fällt dieser Tag auf einen Sonntag, verschiebt § 193 BGB das Ende auf den Montag — diese Verschiebung bildet der Rechner bewusst nicht ab, weil sie von den Feiertagen des Bundeslands abhängt.

Fall 2 – Mietdauer abrechnen. Ein Gerät wird vom 1. bis 10. Juni gemietet. Inklusiv sind das zehn Tage, exklusiv neun. Welche Zahl abgerechnet wird, gehört in den Vertrag — sonst steht Aussage gegen Aussage.

Fall 3 – Alter in Tagen. Vom 15. März 1990 bis heute sind es über 13.000 Tage. In der kalendarischen Angabe steckt zusätzlich die Zahl der Schalttage, und die erklärt, warum Tage geteilt durch 365 nie ganz das Alter in Jahren ergibt.

Typische Fehler

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen inklusiver und exklusiver Zählung?

Die exklusive Zählung ermittelt den Abstand zwischen den beiden Daten: Vom 1. bis zum 3. Januar sind es zwei Tage. Die inklusive Zählung zählt beide Tage mit und kommt auf drei. Für Zeiträume, Aufenthalte und Mietdauern ist meist die inklusive Zählung gemeint, für Fristen und Abstände die exklusive. Da beide Ergebnisse sich um genau einen Tag unterscheiden, gehört die gewählte Zählweise in jede Angabe dazu.

Wie wird ein Monat zu einem Datum addiert?

Der Monat wird um eins erhöht und der Tag beibehalten. Existiert der Tag im Zielmonat nicht, wird auf den letzten Tag des Monats zurückgesetzt: Der 31. Januar plus ein Monat ergibt den 28. Februar, im Schaltjahr den 29. Diese Regel entspricht § 188 Abs. 3 BGB. Sie ist nicht umkehrbar – der 28. Februar minus ein Monat ergibt den 28. Januar, nicht den 31.

Wie viele Schalttage liegen in einem Zeitraum?

Ein Schalttag ist der 29. Februar. Er tritt in Jahren auf, die durch vier teilbar sind, mit Ausnahme voller Jahrhunderte, die nicht durch 400 teilbar sind. Das Jahr 1900 war deshalb kein Schaltjahr, das Jahr 2000 dagegen schon. Der Rechner zählt die im gewählten Zeitraum tatsächlich enthaltenen 29. Februare, was bei langen Zeiträumen den Unterschied zwischen 365 und 365,25 Tagen je Jahr erklärt.

Warum ergibt die Angabe in Jahren und Monaten nicht Tage geteilt durch 30?

Weil Monate unterschiedlich lang sind. Die Angabe in Jahren, Monaten und Tagen wird kalendarisch bestimmt: Es wird gezählt, wie viele volle Jahre und danach wie viele volle Monate zwischen die beiden Daten passen, und der Rest bleibt als Tage stehen. Eine Umrechnung über eine durchschnittliche Monatslänge von 30 oder 30,44 Tagen führt dagegen zu Werten, die nicht auf ein Kalenderdatum passen.

Wie berechne ich das Ende einer Frist?

Bei einer nach Tagen bestimmten Frist wird der Tag des Ereignisses nicht mitgezählt, die Frist endet mit Ablauf des letzten Tages. Bei nach Wochen oder Monaten bestimmten Fristen endet sie mit Ablauf des Tages, der dem Ereignistag entspricht. Fällt das Ende auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, verschiebt es sich nach § 193 BGB auf den nächsten Werktag. Dieser Rechner bildet die Fristverschiebung nicht ab – für rechtlich verbindliche Fristen ist er nur ein Anhaltspunkt.

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